Beim aktuellen Gipfel zwischen der Europäischen Union und Kanada steht die strategische Neuausrichtung des Welthandels im Zentrum der Gespräche. Die beteiligten Akteure positionieren sich damit bewusst gegen die Handelspolitiken von Donald Trump und Xi Jinping. Ziel ist es, eine gemeinsame Front gegen zunehmende protektionistische Tendenzen zu bilden.
Kanada sucht in der wirtschaftlichen Supermacht EU gezielt nach Wegen, um aus der sogenannten „Trump-Falle“ zu entkommen. Dabei geht es darum, wirtschaftliche Abhängigkeiten zu diversifizieren und stabile Handelsbeziehungen zu sichern. Die Kooperation soll eine Absicherung gegen unvorhersehbare handelspolitische Entscheidungen aus den USA bieten.
Im Rahmen dieses Gipfels soll nun eine „Allianz für die Zukunft“ entstehen. Diese Initiative unterstreicht den Willen beider Partner, die Prinzipien des Freihandels global zu verteidigen. Die Allianz versteht sich als notwendige Reaktion auf die aktuelle Verschiebung der globalen Machtverhältnisse.
Parallel zu dieser Entwicklung rücken auch andere Mittelmächte, insbesondere Deutschland und Japan, immer enger zusammen. Diese Entwicklung deutet auf eine breitere Umgestaltung der Weltordnung hin, in der sich mittelgroße Wirtschaftsnationen gegenseitig stützen. Es stellt sich die grundlegende Frage, wie sich die globale Machtverteilung durch diese neuen Bündnisse langfristig verschieben wird.


